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Kinderhaus „Bärcheninsel“

Mit einem reduzierten, an den Leitlinien des Betreibers orientierten Konzept schufen die Architekten Theo Härtner und Kazu Ito im Auftrag der Häuser für Kinder GmbH in Stuttgart einen geschützten Ort zum Lernen und Spielen. Zum eleganten Materialmix aus Holz und Sichtbeton passen die Akustikelemente von AOS. In einem Wohngebiet im Stuttgarter Stadtteil Dürrlewang liegt – von der Straße kaum zu sehen und von dichtem Baumbestand verdeckt – das element-i Kinderhaus „Bärcheninsel“. Die Stuttgarter Architekten Theo Härtner und Kazu Ito realisierten hier 2016 einen Neubau für 100 Kinder im Alter zwischen 1 und 6 Jahren, der den Bestandsbau ersetzte. Wer den zweigeschossigen Neubau durch einen der überdachten Eingänge betritt, findet sich unweigerlich am „Marktplatz“ wieder, dem zentralen Bereich der Bärcheninsel, der als Herz des Gebäudes zwei Baukörper miteinander verbindet. Hier kommen Kinder und Erzieher zum gemeinsamen Frühstücken und Mittagessen zusammen. An den Marktplatz angelagert befinden sich zwei Innenhöfe, die sich zum Freibereich öffnen. Um das Gebäude spannen sich Laubengänge, die sowohl als Fluchtbalkon als auch als überdachter Außenspielbereich dienen. Von außen gut sichtbar sind die Lamellen aus Holz und Stahl der Laubengänge, die die Fassade prägen und als weiche Haut allzu starke Sonnenstrahlung absorbieren. Von innen funktionieren sie als Absturzsicherung für die Kinder. In den Lamellen sind Schiebeelemente installiert. Die Tragkonstruktion basiert auf vor Ort betonierten Sichtbetonelementen. Der Innenausbau wurde aus Holz realisiert, sodass die Materialmischung aus Sichtbeton und Holz Wärme ausstrahlt und zugleich elegant wirkt.

Die zurückhaltende Materialauswahl fördert zudem das pädagogische Konzept des privaten Kita-Trägers Konzept-e, der Kinder und Erzieher dazu motiviert, die Räume selbst zu gestalten. Die Architektur soll dabei in den Hintergrund treten und als Hilfe für die Raumgestaltung dienen. Der Neubau erhält außer in den Sanitärbereichen und der Küche kein zusätzliches Lüftungssystem. Alle Räume können natürlich gelüftet werden. Eine gute Raumakustik und eine Reduzierung des Schalldruckpegels in den Räumen wurde mit dem Einsatz einer abgehängten Akustikdecke in Verbindung mit Akustikelementen von AOS erreicht: Auf dem „Marktplatz“ lädt die Kinder die Sitzeinheit Silence Point zum entspannten Spielen ein oder dient als Rückzugsort, auch die Erzieher nutzen diese Akustiklösung zum Entspannen oder für Gespräche. Im Obergeschoss dämpfen die 3-D-Absorber den  Geräuschpegel im Gymnastikraum und setzen dabei farbige Akzente auf dem Sichtbeton. Echte Birkenstämme bilden den zentralen Blickfang in den so genannten „Krabbler“-Räumen im Erdgeschoss. Die hellen Bäume strahlen Schutz und Behaglichkeit aus sollen den kleinen Kindern die Eingewöhnung in ihre neue Umgebung erleichtern. Die von der Decke hängenden Akustik-Zylinder harmonieren eindrucksvoll mit diesem ungewöhnlichen Ambiente und erinnern an farbige Laternen, die im Wald schaukeln. Der großzügige Außenspielbereich, der bereits den Bestandsbau prägte, konnte erhalten bleiben – so dass man immer noch von einer Insel sprechen kann. Die Kinder, die hier spielen und lernen, kommen in den Genuss einer variablen, übersichtlichen und hellen Umgebung, die die kindliche Entwicklung nur fördern kann.

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