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Mehr Raumkomfort durch optimierte Akustik

Der österreichische Energieversorger EVN ist in einem Bürogebäude aus den frühen 1960er-Jahren beheimatet. 2016 entschied man sich, im Inneren die Bürokultur mit hochwertigen Materialien zu vereinheitlichen und den Erfordernissen der digitalen Arbeitswelt anzupassen. Das AOS Raumgliederungssystem Prime Line kommt in allen Bürobereichen zum Einsatz und hat Anteil am Gelingen des Projekts. Das Planen im Raster und modulare Ordnungssysteme waren einige der Themen, die den Wiener Architekten Franz Kiener (geb. 1926) besonders umtrieben. Eines seiner wichtigsten Bauwerke ist das 1963 gemeinsam mit Wilhelm Hubatsch und Gustav Peichl in Maria Enzersdorf – der Wiener Südstadt– errichtete Verwaltungsgebäude der EVN. In der Zentrale des internationalen, börsennotierten Energie- und  Umweltdienstleistungsunternehmens arbeiten über 600 Mitarbeiter. Durch den jahrzehntelangen Betrieb und Neustrukturierungen sind in dem riegelförmigen, langgestreckten Baukörper unterschiedliche Bürokonzepte entstanden. Trotz einiger Umbaumaßnahmen, die das Wiener Architekturbüro Katzberger durchführte, wurde gerade im Zusammenhang mit der zunehmenden Digitalisierung des Unternehmens deutlich, dass ein einheitliches Bürokonzept entwickelt werden musste.

Gemeinsam mit dem Architekturbüro Katzberger und dem Beratungsunternehmen M.O.O.CON wurde ein Konzept für eine schrittweise Umsetzung bei laufendem Betrieb erstellt – auf Basis der vom Unternehmen erarbeiteten Zukunftsbilder und Tätigkeitstypen. Zur Analyse gehörte auch eine Kategorisierung der verschiedenen Tätigkeitsformen – hierfür wurden 190 repräsentative Mitarbeiter befragt. Anschließend entwickelten die Planer Raumkonzepte und Raummodelle. In Bezug auf die Akustik wurden zunächst akustische Werte als Zielvorgaben definiert. Bald stellte sich heraus, dass das Raumgliederungssystem Prime Line diese Vorgaben erfüllt und bestens dem gestalterischen Konzept entspricht. So ließen sich die Tischblenden und Raumteiler problemlos an das Farbkonzept anpassen: Dieses sieht für jedes Geschoss einen Dreiklang aus Blau, Gelb und Grün vor. In jedem Abschnitt wiederum dominiert eine Leitfarbe. Anfang 2019 hatte bereits die Hälfte der Mitarbeiter die neue Arbeitswelt bezogen. Entstanden ist eine offene Arbeitsumgebung mit zugeordneten Arbeitsplätzen, Rückzugsmöglichkeiten und viel Raum für Kollaboration und Austausch. Besonders die neu entstandenen Kommunikationszonen erfreuen sich einem großen Zuspruch und sind Teil einer erfolgreich umgesetzten neuen Bürokultur.

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