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Mehr Raumkomfort durch optimierte Akustik

Als selbstbewusste Geste inszenierte das von Prof. Wolfgang Kergaßner geleitete Architekturbüro die neue Hauptverwaltung der ZF Friedrichshafen AG am Ufer des Bodensees. Das Haus, das Öffnung und Dialog vermitteln soll, beherbergt im Inneren eine moderne, stilvolle Büroumgebung, die auch vom akustischen Raumgliederungssystem Mood Line geprägt wird. Mit dem 2016 eröffneten ZF Forum kehrte die ZF Friedrichshafen AG, ihres Zeichens der zweitgrößte Automobilzulieferer der Welt, zurück an den Ursprungsort – wurde hier doch 1915 die Zahnradfabrik Friedrichshafen AG gegründet. Passend dazu betitelte der beauftragte Architekt Prof. Wolfgang Kergaßner das neue Gebäude als „Ort der Zusammenkunft“, der für Öffnung und Dialog steht. Die zunächst lediglich als Arbeitstitel gemeinte Bezeichnung „Forum“ stellte sich während der Arbeit an dem Projekt als durchaus treffend heraus – umfasst der Begriff das Anforderungsprofil doch auch intuitiv und weist bereits auf eine Bedeutung hin, die über das bloße Raumprogramm hinaus geht. Technikaffinität und der gelebte Ingenieursgeist weisen dem Gebäude eine neue Wertigkeit zu. Die Architekten erfüllten ihren Auftrag mit einem stolzen Haus, das sich in einer selbstbewussten Geste in unmittelbarer Nähe zum Bodenseeufer positioniert. Es galt für die Planer insgesamt, „eine feinsinnige Balance zwischen Funktionalität und ästhetischer Präferenz zu entwickeln. “Die Architektur des neuen Hauses sollte „menschenfreundlich“, „anregend“, „ermutigend“, „offen“ und „kommunikativ“ sein und somit Besuchern und Mitarbeitern die Leidenschaft für Innovationen vermitteln. Der Neubau vereint alle Geschäftsbereiche. Im Erdgeschoss wird die Geschichte des Unternehmens als interaktives Ausstellungskonzept erlebbar. In den Ebenen darüber folgen das Mitarbeiterrestaurant, ein separierter Vorstandsbereich mit der Akademie und die Hauptverwaltung des Unternehmens. Die Architekten verteilten die große Baumasse auf vier Gebäudeflügel, die im zentralen Atrium über die Deckenkonstruktion optisch verbunden scheinen. Das Atrium nimmt zudem als verbindendes kommunikatives Herzstück eine wichtige identitätsstiftende Rolle ein, indem es Zugang zu allen vier Flügeln bietet. Dazu führen die aufragenden, scheinbar um ein Zentrum rotierenden Gebäudeteile im Atrium zu einem interessanten und wechselseitigen Spiel aus Licht und Schatten. 

Die außergewöhnliche bauliche und technische Qualität wurde auch erreicht, indem unterschiedliche Fachplaner ihr Knowhow beisteuerten. So konnte in Zusammenarbeit mit den Fachleuten von Transsolar KlimaEngineering aus Stuttgart ehrgeizige Umweltziele erreicht werden. Das Beratungs und Planungsunternehmen KOP aus Weinstadt realisierte die gesamte Innenraumplanung inklusive der Büros. Das Bürokonzept entwickelte das Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO gemeinsam mit der ZF Friedrichshafen AG als offene Desk-Sharing-Struktur, die auch Rückzugsmöglichkeiten bietet. Zuvor wurden unter den Mitarbeitern mehrere Befragungen durchgeführt, nach denen die circa 600 Angestellten auf die vier Büroflügel verteilt wurden. In jedem Flügel ist eine Mischung aus Teamund Einzelarbeitsplätzen sowie Rückzugszonen bestimmend. Wer einen der Flügel betritt, erreicht zunächst den sogenannten Market Place – hier stehen die Kaffeemaschinen, Bistro-Tische und Locker für persönliche Gegenstände. Angrenzend befinden sich Bereiche, in denen farbige Alkoven für spontane Besprechungen zur Verfügung stehen. Hier schließen sich wiederum die Gruppenarbeitsplätze an, die in Teilen an das klassische Großraumbüro erinnern. Im hinteren Teil der Flügel erlaubt die sogenannte Bibliothek hoch konzentriertes Arbeiten. In jedem Flügel gilt die Regel: Je weiter man sich vorarbeitet, desto niedriger ist der Geräuschpegel – ablesbar ist diese Entwicklung auch an dem Einsatz der AOS-Akustikwände. Die Transformation des Bürokonzeptes in das ZF Forum, die Detailplanung der Innenräume sowie die Ausstattung erarbeitete und realisierte KOP in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer IAO und der ZF Friedrichshafen. Angeknüpft wurde dabei an die Konzeptstudie, die die vielfach preisgekrönten Innenraumexperten der Ippolito Fleitz Group aus Stuttgart erarbeitet hatten. Das in Friedrichshafen zur Geltung kommende Raumgliederungssystem Mood Line von AOS überzeugt nicht nur durch seine funktionale Qualität, sondern auch durch seine individuelle Fertigung. Die vollumpolsterten Stellwände und Tischelemente vermitteln durch ihre abgerundeten Ecken und ihre hochwertige Verarbeitung eine sachliche Eleganz und ein Stück Geborgenheit. Dabei wurden die Raumgliederungselemente dem vorherrschenden Farbkonzept aus gedeckten Braun- und Grüntönen angepasst.

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